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Tattoo Kein Schmuck für die Ewigkeit

28. JANUAR 2019 by Marina Seel

Mehr als anderthalb Millionen Menschen in Deutschland wollen sich mindestens 1 Tattoo entfernen lassen. Doch dieses Unterfangen birgt Risiken

In Deutschland ist jeder Siebte tätowiert oder hat Permanent Make Up, diese Zahlen wurden erst kürzlich im Meinungsforschungsinstitut YouGov erhoben. Doch was ist wenn der für die Ewigkeit gedachte Körperschmuck nicht mehr gefällt?

Peter Laux, Andreas Luch und ihre Kollegen vom Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin haben unlängst gezeigt, dass giftige Blausäure entsteht, wenn blaues Tätowierpigment mit einem Rubinlaser bestahlt wird. Und zwar in einer Menge, die bei der Entfernung eines großen Tatoos ausreichen würde, um Zellen in der Haut zu schädigen ( Sientific Reports, doi:10.1038/srep 12915).

Über Wirkung und Abbau der Farben im Körper ist bislang nur sehr wenig bekannt. Wir wissen nicht, was über die Zeit mit den Pigmenten in unserem Körper geschieht. Abgesehen von einigen Azo Farben wissen wir nicht, welche Spaltprodukte bei Laserbehandlungen und wo  im Körper landen. Deshalb wurde jetzt der Abbau von kupferhaltigem Phthalocyanin-Blau untersucht dem einzigen blauen Pigment, das derzeit in Tätowiermitteln ein gesetzt wird. Beim Tätowieren wurde lange Zeit nur auf die unmittelbaren Gefahren geschaut. Infektionen, Allergien oder Entzündungen, nicht auf chronische Wirkungen der Farbe es wird immerhin durchschnittlich ein Milligramm Pigment pro Quadratcentimeter Haut zwischen den Zellen der Lederhaut deponiert.

Die Ärzte kennen das Phänomen von schwarzen Lymphknoten. Ein Teil der Farben bleibt offensichtlich nicht in der Haut. Welche Konsequenzen sich daraus ergeben wissen wir noch nicht genau. Die in Tattoofarben eingesetzten Pigmente werden nicht eigens für Tattoos und permanent Make Up her gestellt, es sind z. B.  Lackzusätze zum einfärben von Kunststoff oder Plastik. Weil die Pigmenthersteller eine andere Nutzung vor gesehen haben, müssen sie auch keine Tests zur Sicheheit in der Haut machen. Tattoofarben gehören nicht zu Kosmetika oder Arzneimittel, so das auch hierfür keine geltenden Regulationen angewendet werden. Sie fallen derzeit in die Vorschriften  des Lebensmittel und Futtermittelgesetzes. die Hersteller der Tattoofarben  müssen zwar den Inhalt der Farbflachen deklarieren, jedoch fehlt es an analytischen Methoden um das breite Spektrum der möglichen Inhaltsstoffe zu erfassen. Viele Tattoofarben enthalten neben Pigmenten und Trägerflüssigkeiten weitere Zusätze und Verunreinigungen.

Üblich sind Metalle wie Titan, Barium, Aluminium und Kupfer. Gelegentlich werden aber auch Arsen, Cadmium , Kobalt, Blei und Nickel in den Farbflachen nach gewiesen.

Ein besserer Schutz ist nur durch eine pos. Liste möglich diese sollte nur die Farben und Inhaltsstoffe enthalten die unbedenklich, sicher eingestuft sind und den Nachweis haben, dass sie nicht Krebserregend, das Erbgut nicht verändern und Zeugungsfähigkeit nicht herab setzen.

Derzeit gibt es nur eine Negativ Liste.

Diese Liste enthält Pigmente die Krebserregende Amine abspalten, und sämtliche Inhaltsstoffe die in Kosmetika verboten sind.

Wissenschaftler fordern zudem, dass großen epidemiologischen Studien zur Gesundheit neben dem Rauchverhalten und Alkoholkonsum auch nach Tätowierungen und Permanent Make Up gefragt wird.

Jeder der sich tätowieren lässt, sollte wissen, dass man fast nichts über Langzeitrisiken weiß und das man nur wenige Spaltprodukte kennt, die beim entfernen eines Tattoos mit Laser entstehen. Blausäure ist eines davon! Nachweis :doi: 10.1016/S0140-6736(15)60215-X

Bei der Entfernung mit der Skinial Methode entsteht das Problem nicht. Es wird nur oberflächlich auf der Epidermis gearbeitet, die Milchsäure entfernt die Farbe direkt über die Haut nach außen, dies geschieht bei der Behandlung und unmittelbar danach. Milchsäure ist ein dem Körper bekanntes Produkt.

Man muß sich allerdings immer darüber im klaren sein, jede Tätowierung oder auch PMU Zeichnung ist eine Hautverletzung, Vernarbung und Störung der eigenen Hautpigmente. Jede Entfernung stellt eine neue Belastung und Verletzung der Epidermis dar, egal mit welcher Methode. Der Radierer zum Entfernen wurde noch nicht erfunden, es bedarf stets  Zeit zum Abheilen  eine gute Nachsorge und Aufklärung, damit die Erwartungen erfüllt werden .

Egal für welche Methode man sich letztendlich entscheidet.

Noch Fragen??? Ich beantworte sie gerne  Ihre Marina Seel Trainerin und  Heilpraktikerin Skinial